Markenrecht erstickt Kunstfreiheit

Es ist in Mainstream-Blogs (Netzpolitik.org und Werbeblogger.de) angekommen, dass klein Lieschen im Internet nicht ungestraft Selbstgebasteltes zum Verkauf anbieten kann. Was einst kein Problem war, weil Markeninhaber keine Kontrollmöglichkeiten hatten, wird in Internetzeiten zum Problem. Nun wird es offensichtlich, wie unzureichend das Markenrecht gestaltet wurde und nun die Kunstfreiheit des Individuums erfolgreich außer Kraft setzt.

Wer sein kleines Kunstwerk, ob als Motiv auf dem T-Shirt und anderen Artikeln oder als fleißig geklöppeltes, gesticktes, gestricktes und genähtes Werk im Internet verkaufen will, der tut wohl daran, erst einmal gründlich Markenamtsdatenbanken nach möglichen Markenrechtskonflikten zu durchforsten. Ob es nun Motiv oder Text betrifft, beides kann zu Post vom Anwalt führen und der Rechtsstreit wird zunächst einmal teuer, ob man im Recht ist oder nicht.

Die Unternehmen, die verpflichtet sind ihre Marke zu verteidigen oder diese zu verlieren, sind die Buhmänner. Sicher so manches Unternehmen muss noch dazulernen, wenn es um die Kostennote geht. Grundsätzlich aber muss das Markenrecht novelierte werden, um inbesondere im Textilbereich den kleinen Künstlern wieder ihr gutes Recht auf den indivuellen Ausdruck zu gewährleisten ohne den Abmahnteufel fürchten zu müssen.

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